Musikinstrumente-Thema
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STEIRISCHE HARMONIKA

Von: Andreas Lange


Die Steirische Harmonika ist ein diatonisches, wechseltöniges Handzuginstrument. Es entwickelte sich aus dem "accordion" des Erfinders Cyrill Demian, der am 23. Mai 1829 in Wien das Patent dafür erhielt. In Zusammenarbeit mit Musikanten wurde das Instrument vervollkommnet, bis es 1850 als diatonische Knopfharmonika feststand. Seit 1870 hat sich die Optik und die Tonanordnung laufend verändert. Heute gibt es Instrumente in fast allen optischen Ausführungen, verschiedenen Materialien und handgeschnitzte Harmonikas. Auch beim Tonumfang gibt es mittlerweile 4-reihige Harmonikas mit 51 klingenden Diskanttasten und 21 klingenden Basstasten. Neben dem Akkordeon, der Concertina, dem Bandonium und dem Schwyzerörgeli findet es heute vor allem seinen Platz in der Volksmusik, besonders in Österreich, Südtirol, Tschechien, Slowenien, Bayern, aber auch in vielen anderen Ländern. Dabei hat das Wort "steirisch" offensichtlich nichts mit der Steiermark zu tun, sondern ist ein Synonym für die alpenländische Volksmusik. Lange Zeit wurde nach einer Methode gesucht, um das Instrument nach Noten erlernen zu können. Erst um 1980 hat die Steirische Harmonika mit der Einführung der Griffschrift durch Max Rosenzopf schliesslich einen großen Aufschwung erlebt. Damit war ein Erlernen auf relativ einfache Weise möglich. Die jetzige Griffschrift ist fast identisch mit jener des Schwyzerörgelis. Dank der ständig wachsenden Beliebtheit der Steirischen Harmonika ist das Interesse zum Erlernen des Instruments in den Musikschulen Österreichs und sogar in Konservatorien und in den Musik-Universitäten merklich gestiegen. Auch die Harmonika-Erzeuger haben zu diesem Erfolg beigetragen. Heute sind Instrumente mit einem hervorragenden Niveau auf dem Markt, die u.a. von folgenden österreichischen Firmen hergestellt werden: Original Kärntnerland-Schwarz, Strasser, Jamnik, Müller, Zernig, Parz, Spirk.


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