Schlagzeugkauf Checkliste
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Auf was Sie beim Schlagzeugkauf achten sollten:

Das Set:
Zuerst einmal sollte die Vollständigkeit geprüft werden: fünf Trommeln (Snare-Drum, Bass-Drum, zwei Tom-Toms/Hänge-Toms, Stand-Tom) und drei Becken (Hi-Hat, Crash-Becken, Ride-Becken) gehören zu einem Standardset. Des Weiteren die jeweiligen Ständer, die Fußpedale für Bass-Drum und Hi-Hat sowie ein Hocker. Passende Montageschlüssel und eine Aufbauanleitung gehören selbstverständlich auch dazu. Achten Sie darauf, dass alles verstellbar ist (Größe, Höhe, Position, Fellspannung).  

Die Mechanik:
Die Ständer müssen höhenverstellbar, die Positionen der Toms und der Becken anpassbar und die Fellspannungen einstellbar sein. Generell gilt hier, dass alle Schrauben und Federn leichtgängig drehbar sein müssen und die gewählte Position sicher und fest hält. Die Anzahl der Spannschrauben ist ein weiteres Kriterium, bei einem guten Schlagzeug sollten Bass- und Snare-Drum acht Spannschrauben an jeder Seite haben, kleinere Trommeln (Tom-Toms) mindestens sechs pro Seite.  

Wichtig sind ebenfalls die Fußpedale, sie sollten leichtgängig, stabil und komfortabel zu spielen sein. Ein zweites Fußpedal (bzw. Doppelfußpedal) bei der Bass-Drum ist zwar von Vorteil, für Anfänger aber noch nicht unbedingt nötig. Im Übrigen gibt es auch Stoßdämpfer, die im Inneren installiert werden können.  

Die Trommeln:
Das Fell muss gleichmäßig und straff gespannt sein. Die Größe der Bass-Drum ist entscheidend für die Gesamthöhe des Schlagzeugs, da hier die Hänge-Toms angebracht werden. Daher sollte unbedingt auf eine bequeme Sitzhöhe geachtet werden. Die Standfüße der Bass-Drum sollten sich flexibel einstellen lassen. Hier gibt es entweder Gummifüße oder Metallspitzen.  

Die Becken:
Achten Sie hier auf die Qualität der Metalle und den Klang. Bei der Hi-Hat muss das Zusammenspiel der beiden Becken und dem Fußpedal stimmen, wichtig ist hier vor allem der Abstand der Becken: wenn sie zu eng aneinander liegen, klirrt es zwischendurch, bei zu großem Abstand berühren sie sich nicht, wenn das Fußpedal gedrückt wird.  

Die Sticks:
Hier ist ausprobieren angesagt. Sie sollten gut und sicher in der Hand liegen; viele bevorzugen dünne, leichte Holz-Sticks.  

Das E-Schlagzeug:
Bei einem elektrischen Schlagzeug geht es hauptsächlich um den Platzbedarf und die Lautstärke. Ein E-Schlagzeug nimmt weniger Platz weg und lässt sich auch über Kopfhörer spielen. Ein weiterer Vorteil ist die technische Anbindung: Viele E-Schlagzeuge haben weitergehende Soundeffekte integriert und es gibt die Möglichkeit, es an die Stereoanlage oder den PC anzuschließen.

Die Entscheidung für oder gegen ein E-Schlagzeug ist sehr subjektiv. Ein akustisches Schlagzeug macht optisch mehr her, wobei die elektrischen Schlagzeuge hinsichtlich der Spielweise inzwischen den klassischen sehr ähnlich sind. Einzig die „Gummipads“ sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Aber auch hier gibt es schon Varianten, die den akustischen Schlagzeugen optisch nachempfunden sind.

Wichtig ist die Stärkesensibilität der Pads: Bei harten Schlägen gibt es laute, bei sanften gibt es leise Töne. Zudem kann man die Pads (so wie es bei den akustischen ja auch geht) greifen, um einen anderen Sound zu erzielen. Zu guter Letzt sollte hier natürlich auch auf die Hardware, Software und Verkabelung geachtet werden. Genügend Anschlüsse für die Pads (Trommeln und Becken) sollten vorhanden sein, um das Set auch später noch erweitern zu können (also mehr als acht).