Saxophonkauf Checkliste
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Auf was Sie beim Saxophonkauf achten sollten:

Die Lautstärke:
Vor dem Kauf sollte man sich unbedingt darüber im Klaren sein, dass Saxophone ziemlich laut sind.  

Der Tonumfang:
Die Familie der Saxophone besteht aus sieben Mitgliedern (gestaffelt nach dem Tonumfang). Die gebräuchlichsten (Anfänger-)Instrumente sind Alt- und Tenor-Saxophone. Das Mindestalter für das Erlernen des Instruments liegt beim Altsaxophon (etwas kleiner und leichter als das Tenor-Saxophon) bei ca. 9 Jahren (je nach Körpergröße und Zahnentwicklung) und beim Tenor-Saxophon bei ca. 12-14 Jahren. Für Anfänger empfiehlt sich generell das Altsaxophon (in ‚es’ oder ‚b’).  

Die Blattstärke:
Wenn das Blatt zu hart ist, wird der Spieler nicht in der Lage sein, es zum Schwingen zu bringen. Ist es zu weich, verschließt es das Mundstück und schwingt auch nicht. Die richtige Stärke ist also von großer Wichtigkeit um einen guten Klang zu erzeugen. Harte Blätter werden mit einer großen Nummer bezeichnet, weiche mit einer kleinen Nummer.  

Der Korpus:
Die grundsätzlichen Klangeigenschaften, die durch verschiedene Korpusmaterialien erreicht werden, werden oft wie folgt beschrieben:

  • Messing: das wohl am meisten benutzte Material zum Saxophonbau
  • Silber: sehr heller und strahlender Klang, mit dem Glanz, den man von silbernen Glocken kennt
  • Kupfer: sehr warm und weich, von manchen gar als "muffig" empfunden
  • Bronze: warmer Klang, irgendwo zwischen Messing und Kupfer
  • Plastik: trockener, spröder Klang
  • Neusilber: voluminös, erleichterte Ansprache    

Das Finish:
Als Finish bezeichnet man die Ausführung der Oberflächenveredelung. Jeder Hersteller bietet je nach Baureihe unterschiedliche Optionen. Hier hilft es nur, selbst auszuprobieren, was einem am ehesten zusagt. Je nach Baureihe kann es sein, dass nicht alle Ausführungen hergestellt werden.

  • Gold: macht den Klang dunkler und runder
  • Silber: geht in Richtung von massiv Silber-Instrumenten
  • Nickel: macht den Klang etwas heller, allerdings nicht so stark wie Silber
  • Lack: der Klang wird dumpfer  

Der S-Bogen:
Der S-Bogen muss leicht zu montieren sein, darf nicht verformt sein oder Dellen aufweisen. Er muss im Erscheinungsbild mit dem Rest des Instruments übereinstimmen (bei anderer Lackierung z.B. ist dies ein Zeichen, dass es nicht der ursprüngliche Bogen ist). Das Mundstück soll eng am S-Bogen anschließen, ohne auch nur minimal zu wackeln.  

Die Mechanik:
Die Klappen sollten vollständig sein, sich frei und leise mit wenig Widerstand bewegen. Die Säulchen sollten sich nicht bewegen. Sofern sie auf Ribs vormontiert sind, sollten sich diese auf der gesamten Länge nicht vom Instrument lösen. Die Federn sollten die Klappe schnell an ihren Ruhepunkt zurückführen. Alle Klappenhalterungen müssen gerade und absolut makellos sein. Die langen Achsen sollten gerade sein, die Schrauben an ihren Enden rostfrei.  

Die Polster:
Die Polster müssen decken, sollten weich und nicht spröde und/oder eingerissen sein. Die Klappenpolster sollten hierbei idealerweise aus Leder sein, die größeren Klappen sollten einen Teil aus Metall oder Plastik in der Mitte haben.

Der Preis:
Die Mindest-Preise für einigermaßen vernünftige Einsteigerinstrumente liegen bei 300 € für ein Alt-, und 400 € für ein Tenor-Saxophon. Generell gilt, dass Sie das Saxophon testen sollten, bevor Sie es kaufen. Ansonsten achten Sie bitte auf das Rückgaberecht – bei einigen Händlern kann man das Instrument zum Ausprobieren auch mit nach Hause nehmen.  

Was man zum Kauf mitnehmen sollte:

  • Mundstücke, die man momentan benutzt
  • Korkfett (besonders bei neuen Instrumenten unbedingt nötig)
  • ein Stimmgerät, um die Intonation zu prüfen
  • viele Blätter (nicht dass es am Blatt liegt, dass es so muffig klingt)
  • eine Taschenlampe (um festzustellen, ob es deckt)
  • wenn möglich eine zweite Person, die Ahnung von der Sache hat