Gitarrenkauf Checkliste
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Auf was Sie beim Gitarrenkauf achten sollten:

Gitarren-Typen:
Konzertgitarre
Akustikgitarre
E-Gitarre  

Gitarren-Größen:
1 / 2 (für Kinder ca. 4-9 Jahre)
3 / 4 (für Kinder ca. 9-12 Jahre)
4 / 4 (für Jugendliche und Erwachsene)    

Der Korpus:
Günstige Gitarren bestehen meist aus geleimten Sperrholzdecken. Diese sind relativ robust hinsichtlich Beschädigungen und Witterungseinflüssen, haben aber im Gegensatz zu massiven Decken oft Klangdefizite. Der Hals muss aus Hartholz bestehen, denn jegliche Instabilität wirkt sich auf den Saitenklang aus. Als Faustregel gilt: Je edler und härter die Hölzer, desto teurer die Gitarre.   Bei gebrauchten Gitarren sollte der Korpus der Gitarre auf Risse überprüft werden. Risse auf der Decke sind sehr ungünstig und meist nicht reparabel. Kleinere Schäden im Lack wirken sich nicht auf den Klang der Gitarre aus. Ein echtes Loch wird jedoch eine teure Reparatur zur Folge haben.  

Der Hals:
Prüfen Sie, ob der Hals gerade ist. Dazu halten Sie die Gitarre wie eine Geige an den Kopf und schauen längs am Griffbrett vorbei. Man sieht recht schnell, ob leichte Wellen im Griffbrett sind. Vor allem im 12. Bund (wo der Hals auf den Korpus trifft) sieht man oft einen kleinen Knick – ein schlechtes Zeichen, denn dadurch klingt die Gitarre in der Regel nicht sauber und schnarrt schnell.   Untersuchen Sie den Hals auf Wölbungen und Dreher, indem Sie eine Saite am 1. und gleichzeitig am 17. Bund runterdrücken. Im Bereich zwischen 7. und 9. Bund sollte ein wenig Luft zwischen Bundkante und Saite sein, aber nur minimal. Entscheidend ist auch die Halsbreite am Sattel: Ein schmaler Hals, bei dem die Saiten enger zusammenliegen, ist eher für kleinere Hände geeignet, da man hier die tiefen Saiten leichter greifen kann.  

Das Griffbrett:
Bei gebrauchten Gitarren sollte es nicht zu abgenutzt sein. Insbesondere die ersten Bundstäbchen haben an den Stellen, wo die Saiten aufliegen, oft Einkerbungen. Je extremer diese sind, desto schlechter. Ist die Farbe stellenweise abgenutzt und erscheint dahinter die Naturholzfarbe, ist das ein Zeichen für ein Billigprodukt und es ist vom Kauf abzuraten.

Die Bundreinheit:
Zur einfacheren Überprüfung eignet sich ein chromatisches Stimmgerät. Stimmen Sie die Gitarre und schlagen Sie zunächst eine ungegriffene Saite – der Zeiger des Stimmgeräts sollte bei korrektem Ton genau in der Mitte stehen. Dann greifen Sie die Saite in einem hohen Bund und schlagen sie erneut an – der Zeiger sollte ebenfalls in der Mitte stehen. Diesen Vorgang wiederholen Sie für alle Saiten und in verschiedenen Bünden. Beachten Sie: Kleine Abweichungen sind nicht schlimm (kaum eine Gitarre wird 100% passen), bei größeren Abweichungen sollte man den Kauf allerdings überdenken.  

Die Mechanik:
Bei den Metallteilen sollten Sie insbesondere auf Stabilität und Haltbarkeit (Korrosion, Funktionalität) achten. Testen Sie die Mechanik indem Sie die Stimmschrauben drehen. Wenn das Drehen schwer oder nur ruckweise geht oder ständig knackende Geräusche zu hören sind, ist vom Kauf abzuraten. Bei gebrauchten Gitarren dürfen selbstverständlich keine Drehköpfe fehlen, defekt oder verrostet sein.  

Die Preisklasse:
Es ist ratsam, etwas mehr Geld zu investieren und sich zumindest eine Gitarre mit massiver Decke (statt Vollsperrholz) zuzulegen. Die Klangbereicherung ist enorm, denn je mehr massive Elemente eine Gitarre hat, desto besser klingt sie. Für einen Anfänger muss eine Gitarre nicht teurer als 150 Euro sein. Große Musikmärkte bieten Einsteigergitarren zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an.  

Kauf im Internet:
Die Qualität der Instrumente wird aus Bildern nicht wirklich ersichtlich, deswegen sollte man vorher den Beschreibungstext aufmerksam lesen. Achten Sie auf das Rückgaberecht für den Fall, dass das Instrument nicht Ihren Vorstellungen entspricht.  

Die E-Gitarre:
Prüfen Sie, ob die E-Gitarre eine massive Decke hat. Das hört man am besten, wenn man sie mit den Fingerknöcheln vorsichtig abklopft – wenn es scheppert, könnte ein Balken im Inneren locker sein. Die Bundreinheit lässt sich feststellen, indem man die Saiten sehr sauber greift und dann anschlägt. Hierbei darf es nicht scheppern. Eine Saitenlage von 3-4 mm am Bund iat optimal. Eine brauchbare E-Gitarre für Einsteiger gibt es bereits ab 200-500 €.